Es gibt mit Sicherheit angenehmere Dinge als ein Bewerbungsschreiben zu verfassen. Schließlich heißt es doch immer: Eigenlob stinkt. Wie schaffe ich es aber sonst, ein Unternehmen von mir zu überzeugen? Was ist gerade noch gut und was ist schon überheblich oder schleimig?
Fest steht: Bewerben hat immer etwas mit Werbung zu tun. Deswegen solltest du durchaus versuchen, dich in einem möglichst guten Licht zu präsentieren. Denn nur anhand des Anschreibens und des Lebenslaufs wird der Arbeitgeber entscheiden, ob er dich zu einem Bewerbungsgespräch einlädt.
- Keine vorgefertigten Bewerbungen aus dem Internet umformulieren. Wenn du online eine Muster-Bewerbung findest, kannst du davon ausgehen, dass etliche andere Personen auf dieselbe Seite gestoßen sind. Übernimmst du daraus Formulierungen, riskierst du immer, dass auch andere Bewerber exakt das Gleiche schreiben. Standardformulierungen hat ein Personaler schon hundertfach gelesen. Bemühst du dich hingegen, dein Schreiben möglichst individuell zu gestalten, zeigst du, dass du an dem Jobangebot wirklich interessiert bist.
- Das Wichtigste kommt gleich zu Beginn. Wenn du fünf Absätze brauchst, um zu erklären, warum du für diesen Job geeignet bist, ist der Personaler mit seinen Gedanken schon bei der nächsten Bewerbung. Für das ganze Schreiben gilt: So präzise und knapp wie möglich.
Im ersten Satz muss klar werden, warum du diese Stelle bekommen sollst. „Das Anschreiben sollte mit dem Killerargument losgehen“, sagt Karrieretrainer Gerhard Winkler auf Focus Online.
Ein Beispiel: „Sehr geehrte/r Frau/Herr XX, schon während meines gesamten Studiums habe ich durch meine Werkstundentätigkeit /verschiedene Praktika/etc. Erfahrungen im Bereich… gesammelt. (…) Deshalb bewerbe ich mich hiermit…“
- Das Layout des Anschreibens muss lesefreundlich sein. Das Anschreiben muss klar in Absätze gegliedert sein und die Seite sollte nicht zu vollgestopft aussehen. Achte darauf, eine ausreichend große Schriftgröße (Times New Roman: 12, Arial: 11), Zeilenabstände (1,5) und Abstände zwischen den Absätzen (ca. 3 pt) zu verwenden. Auch die Ränder sollten breit genug sein.
- Vermeide unpersönliche Anreden. Versuche immer einen Ansprechpartner herauszufinden, an den du das Anschreiben richten sollst. Falls dieser nicht aus der Ausschreibung hervorgeht, rufe im Unternehmen an und erkundige dich danach. So kannst du auch gleich weitere Informationen erfragen und dein Interesse an der Stelle bekunden. Zudem kannst du im Anschreiben auch auf das Telefonat mit der entsprechenden Person Bezug nehmen. (Bsp. „Wie ich dem interessanten Gespräch mit Frau XY entnehmen konnte,…) Aber lieber kein Name, als ein falscher Name!
- Was im Anschreiben stehen sollte. Nach dem ersten einleitenden Absatz stehen die beruflichen Erfahrungen des Bewerbers im Vordergrund. Nenne die für diese Stelle relevanten Tätigkeiten, die du bisher ausgeübt hast, in umgekehrter Chronologie – also beginne mit den aktuellsten Daten.
Gegebenenfalls kannst du hier auch Seminare und Vorlesungen an der Uni erwähnen, die dich für den Job qualifizieren. Im Anschluss daran solltest du belegen, dass du die Anforderungen aus der Stellenanzeigen (Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit etc.) erfüllen kannst und welche zusätzlichen Qualifikationen du besitzt, die dir für diese Arbeit weiterhelfen.
Hier könntest du auch auf Referenzen, die dir frühere Arbeitgeber in deinen Zugnissen ausgestellt haben, Bezug nehmen. (Bsp: „Hohe Belastbarkeit hat mir auch XY in meinem Praktikumszeugnis bestätigt.“).
Schließe das Anschreiben, indem du erklärst, ab wann du für das Unternehmen zur Verfügung stehen könntest, und indem du eine Verbindung zwischen dir und dem Unternehmen findest. Warum soll es genau diese Stelle werden und keine andere? Wie kannst du von dem Unternehmen und das Unternehmen von dir profitieren?
- Vermeide nichtssagende Floskeln. Jeder kann schreiben, er sei flexibel und belastbar. Solche Sätze beeindrucken einen Personaler kaum. Schreibe lieber, wieso du flexibel und belastbar bist. (Bsp: Durch meine Arbeit als… habe ich gelernt, auch unter Zeitdruck zu arbeiten.)
- Vermeide Konjunktive. Das wirkt schnell unsicher und unterwürfig. Also nicht „Ich würde mich über eine positive Antwort freuen“, sondern „Ich freue mich über eine positive Antwort“.
- Keine Übertreibungen! Auch wenn du natürlich versuchen sollst, dich gut zu verkaufen, bleibe bei der Wahrheit. Schreibe nur Dinge über dich, die auch tatsächlich zutreffen. Es bringt nichts, wenn du schreibst, dass du fließend Französisch sprichst, wenn du nur mit Mühe einen Kaffee bestellen kannst. So etwas kommt früher oder später ans Tageslicht.
- Das Anschreiben immer handschriftlich mit blauer Tinte unterschreiben. Wage bei der Unterschrift keine Experimente mit bunter Farbe. Das klassische Königsblau ist hier immer noch die beste Wahl.
- Gegenlesen lassen. Mache dir immer die Mühe und lasse dein Anschreiben von mindestens einer Person gegenlesen, um Rechtschreibfehler oder verworrene Argumentationsstränge zu vermeiden.

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