Tuesday, November 27, 2012

Wie sieht eine vollständige und gute Bewerbung aus?

Pauschal gibt es hierauf keine Antwort. In der Regel geht aus dem Stellenangebot hervor, welche Unterlagen gewünscht sind. Zudem empfiehlt sich ein Telefonat mit dem Ansprechpartner im Vorfeld, um solche Dinge abzuklären. Was keinesfalls fehlen darf, sind Anschreiben (Link) und Lebenslauf (Link). Weiterhin sind in den meisten Fällen Zeugniskopien und Bescheinigungen über die bisherige Berufserfahrung (Praktikum etc.) als Kopie gewünscht.

Hier einige Tipps für eine gelungene Bewerbung:

  • Die Bewerbung ist so etwas wie die Visitenkarte eines Bewerbers. Es ist der erste Eindruck, den der Personaler von einem möglichen neuen Mitarbeiter bekommt. Der Einfluss einer gelungen Bewerbung ist also kaum hoch genug einzuschätzen
  • Auch wenn es banal klingt, aber eine fehlerhafte oder schlampige Bewerbung hat schon verloren. Auf eine Stelle bewirbt sich in der Regel eine Vielzahl von Menschen, das Aussortieren fällt oft schwer. Deswegen ist das K.O.-Kriterium der ersten Runde die äußere Form. Ist diese mangelhaft, ist ein Bewerber ausgeschieden. (Unser Tipp: Bewerbungen immer von einer anderen Person auf Fehler gegenlesen lassen!)
  • Eine Bewerbungsmappe sollte eine Einheit sein, also nicht auf jeder Seite Schriftart und Layout ändern.
  • Weniger ist mehr: Gerade bei kreativen Berufen sind zwar durchaus auch kreative Bewerbungen gewünscht, aber übertreibe es besser nicht. Farben sind Geschmackssache und in konservativen Berufen ein No-Go, also lieber einen Gang zurückschalten und mit einer dezenten Bewerbung überzeugen.
  • Die Reihenfolge ist bei Bewerbungen festgelegt: Deckblatt (optional), Lebenslauf, Zeugnisse + Bescheinigungen/Zertifikate in chronologischer, absteigender Reihenfolge, gegebenenfalls Arbeitsproben. Das Anschreiben kommt nicht in die Bewerbungsmappe, sondern liegt der Mappe lose bei.

Tuesday, November 20, 2012

Wie gehe ich vor, wenn ich einen Job gefunden habe?


Hast du ein Angebot gefunden, ist es empfehlenswert, sich bei der angegebenen Kontaktperson Informationen über den ausgeschriebenen Job einzuholen.
  • Ist die Stelle dennoch zu haben?
  • Wie genau sieht sie aus?
  • Bis wann muss ich mich bewerben?
  • Sind bestimmte Unterlagen gewünscht, die nicht in der Ausschreibung erwähnt worden sind?
So erhältst du zum einen nähere Informationen zum Angebot und zum anderen zeigst du dem Arbeitgeber,
dass du interessiert und engagiert bist.

Ganz wichtig! Immer fragen:

a) mit wem, man gerade spricht und dies dann auch im Anschreiben (Link zu „Anschreiben“) anmerken (Bsp. „Wie ich dem interessanten Gespräch mit Frau XY entnehmen konnte,…)

und

b) fragen, an wen die Bewerbung adressiert werden soll. Lasse dir dabei die Namen unbedingt buchstabieren, denn es gibt kaum etwas, das schlechter ankommt, als nicht richtig geschriebene Nachnamen.


Wednesday, November 14, 2012

Wie finde ich einen Job, der zu mir passt?

Wenn du dir nicht sicher bist, in welche Richtung es nach dem Studium gehen soll, ist ein Besuch bei einer Berufsberatung wie der Beratungsstelle der Arbeitsagentur empfehlenswert. Dort werden dir anhand deiner Interessen und deiner Stärken Berufe vorgeschlagen, die zu dir passen könnten. Berufsberater sprechen mit dir deine Alternativen durch und haben oftmals auch Ideen, an die du selbst vielleicht noch gar nicht gedacht hast. Auch online gibt es mittlerweile etliche Seite, die sich mit diesem Thema befassen: Ein Beispiel ist hier der Berufswahlnavigator.

Wenn du schon eine konkrete Idee hast, in welchem Bereich du gerne neben oder nach dem Studium arbeiten möchtest, suche am besten in verschiedenen Onlineportale nach Jobangeboten. Jobvermittlungsportale wie die Studentenjobliste sind dabei eine beliebte Option.

Darüber hinaus sollte gerade bei Werkstudentenjobs das gute alte „Schwarze Brett“ der Universität nicht außer Acht gelassen werden.

Auch Online-Netzwerken wie Xing bieten häufig Angebote. Oft ergibt sich auch eine Möglichkeit, indem man Freunde und Bekannte fragt, ob in deren Unternehmen gerade etwas frei ist. Kurzum: Ohren und Augen offen halten!

Sagt dir eine ausgeschriebene Stelle zu, dann kümmere dich möglichst schnell um die Bewerbung, nicht dass dir ein anderer Bewerber die Stelle wegschnappt. Wichtig ist, sich nicht davon abschrecken zu lassen, wenn du nicht alle in der Ausschreibung gewünschten Anforderungen erfüllen kannst. Oftmals ist das auch gar nicht möglich. Wenn ihr euch für eine Stelle interessiert, einfach mal bewerben, vielleicht klappt es ja trotzdem –
Werkstudentenjobs sind schließlich ja auch dazu da, um etwas Neues zu lernen. Keiner verlangt von einem Werkstudenten, dass er oder sie bereits alles kann.

Monday, November 5, 2012

Das Bewerbungsgespräch - Lass uns reden

Die gute Nachricht zuerst: Auch Personaler sind nur Menschen. Sie beißen nicht. Wenn du schon mal zum Bewerbungsgespräch eingeladen wurdest, muss ihnen deine Bewerbung
gefallen haben, das heißt sie haben ein Interesse daran, dich näher kennen zu lernen, und wollen dich nicht mit fiesen Fragen in die Flucht zu schlagen. Es heißt schließlich auch Bewerbungsgespräch – und ist damit auf Dialog ausgelegt – und nicht Bewerbungsverhör.

Natürlich gibt es aber auch einige Dinge, die du beachten solltest, damit das Treffen erfolgreich verläuft. Drei Goldene Regeln solltest du dabei auf jeden Fall einhalten.

Sei freundlich und natürlich! Ein freundliches, sympathisches Auftreten ist vermutlich das Wichtigste. Schließlich musst du auch ins Team passen. Wenn die Chemie nicht stimmt, kannst du noch so kompetent sein, du wirst die Stelle vermutlich nicht bekommen.

Sei gut vorbereitet! Du bist hier, weil du diesen – und keinen anderen – Job willst. Das musst du deinen Gegenübern klar machen. Also überlege dir vorher gut, warum es genau diese Stelle in genau diesem Unternehmen sein soll und was dich dafür qualifiziert. Informiere dich über deinen potenziellen Arbeitgeber. Wenn du dir im Vorfeld über solche Dinge Gedanken gemacht hast, wird das im Gespräch schnell deutlich – wenn nicht, leider auch.

Überlege dir auch, an welchen Stellen in deinem Lebenslauf der Arbeitgeber vermutlich interessiert ist oder wo er nachfragen könnte und überlege dir Antworten dafür. So verhinderst du unnötiges Gestammel. Es gibt außerdem einige Fragen, die oft und gerne in Vorstellungsgesprächen gestellt werden. Überlege dir schon vor dem Gespräch mögliche Antworten.

Hier einige Beispiele:

  • Warum sind Sie auf der Suche nach einem (neuen) Werkstudentenjob?
  • Erzählen Sie von sich! Welche Erfahrungen haben Sie bisher in Bereich XY sammeln können?
  • Warum haben Sie sich auf diese Stelle beworben?
  • Wie sind Sie auf unser Unternehmen aufmerksam geworden?
  • Wie gut kennen Sie unsere Produkte?/ Was gefällt Ihnen besonders?
  • Haben Sie sich noch in anderen Unternehmen beworben?
  • Worin liegen Ihre Stärken und Schwächen?
  • Was qualifiziert Sie für diese Position?
  • Wie gehen Sie vor, wenn Sie unter Stress arbeiten müssen?
  • In welchem Bereich wollen Sie nach dem Studium arbeiten?

Ein Zeichen von guter Vorbereitung ist es auch, wichtige Unterlagen zum Vorstellungsgespräch mitzunehmen. Dazu zählen:

  • eine Kopie der Bewerbung (falls ein Gesprächspartner sie vergessen haben sollte)
  • die Stellenanzeige,
  • Name, Kontaktdaten und Position der Gesprächspartner
  • Stift, Block
  • Arbeitsproben (falls gewünscht)

Sei pünktlich! Es ist besser eine halbe Stunde zu früh zu sein und die Zeit vor dem Eingang totzuschlagen, als zwei Minuten zu spät. Auch Ausreden wie „Ich stand im Stau“ helfen meist wenig, so etwas sollte man einplanen. Wer schon zum Bewerbungsgespräch unpünktlich ist, wird vermutlich auch in anderen Bereichen nicht zuverlässig sein – so zumindest die Überlegung vieler Personaler. Falls du es dann doch nicht pünktlich schaffen solltest, ruft unbedingt rechtzeitig an und gib Bescheid.

Gerade bei größeren Unternehmen findet das Gespräch meist mit zwei Personen statt, einem Mitarbeiter aus der Personalabteilung und einem aus dem Fachbereich. Ein Vorstellungsgespräch läuft in der Regel nach einem festen Muster ab.

  • Begrüßung und Vorstellung
  • Vorstellung des Arbeitgebers und der ausgeschriebenen Position
  • Selbstdarstellung des Bewerbers
  • Fragen an den Bewerber
  • Fragen des Bewerbers
  • Ende

Es ist nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht, dass der Bewerber am Ende des Gesprächs Fragen stellt – wenn es nicht gleich die Frage nach Urlaub und Gehalt ist. Damit bekundet der Bewerber sein Interesse an der Stelle, weil es zeigt, dass er sich im Vorfeld mit dem Unternehmen beschäftigt hat. Mögliche Fragen wären:

  • Welche Ziele hat das Unternehmen/die Abteilung?
  • Mit welchen/wie vielen Mitarbeitern werde ich arbeiten?
  • Wie gestaltet sich die Einarbeitungsphase?
  • An welchen Projekten werde ich mitarbeiten?
  • Wie sieht mein Arbeitsplatz aus?
  • Kann ich mir meine Stunden flexibel einteilen? (gerade für Werkstudenten, die Job und Uni vereinbaren müssen, eine berechtigte Frage)

Einen sehr interessanten und hilfreichen Text findest du auf Süddeutsche.de, in dem Carolin Lüdemann, Karriereberaterin und Mitglied des Deutschen Knigge-Rates, erklärt, was von der Begrüßung bis zum Abschied alles zu beachten ist. Ein weiterer Klicktipp ist der Ratgeber von Focus Money zum Thema Vorstellungsgespräch.