gefallen haben, das heißt sie haben ein Interesse daran, dich näher kennen zu lernen, und wollen dich nicht mit fiesen Fragen in die Flucht zu schlagen. Es heißt schließlich auch Bewerbungsgespräch – und ist damit auf Dialog ausgelegt – und nicht Bewerbungsverhör.
Natürlich gibt es aber auch einige Dinge, die du beachten solltest, damit das Treffen erfolgreich verläuft. Drei Goldene Regeln solltest du dabei auf jeden Fall einhalten.
Sei freundlich und natürlich! Ein freundliches, sympathisches Auftreten ist vermutlich das Wichtigste. Schließlich musst du auch ins Team passen. Wenn die Chemie nicht stimmt, kannst du noch so kompetent sein, du wirst die Stelle vermutlich nicht bekommen.
Sei gut vorbereitet! Du bist hier, weil du diesen – und keinen anderen – Job willst. Das musst du deinen Gegenübern klar machen. Also überlege dir vorher gut, warum es genau diese Stelle in genau diesem Unternehmen sein soll und was dich dafür qualifiziert. Informiere dich über deinen potenziellen Arbeitgeber. Wenn du dir im Vorfeld über solche Dinge Gedanken gemacht hast, wird das im Gespräch schnell deutlich – wenn nicht, leider auch.
Überlege dir auch, an welchen Stellen in deinem Lebenslauf der Arbeitgeber vermutlich interessiert ist oder wo er nachfragen könnte und überlege dir Antworten dafür. So verhinderst du unnötiges Gestammel. Es gibt außerdem einige Fragen, die oft und gerne in Vorstellungsgesprächen gestellt werden. Überlege dir schon vor dem Gespräch mögliche Antworten.
Hier einige Beispiele:
- Warum sind Sie auf der Suche nach einem (neuen) Werkstudentenjob?
- Erzählen Sie von sich! Welche Erfahrungen haben Sie bisher in Bereich XY sammeln können?
- Warum haben Sie sich auf diese Stelle beworben?
- Wie sind Sie auf unser Unternehmen aufmerksam geworden?
- Wie gut kennen Sie unsere Produkte?/ Was gefällt Ihnen besonders?
- Haben Sie sich noch in anderen Unternehmen beworben?
- Worin liegen Ihre Stärken und Schwächen?
- Was qualifiziert Sie für diese Position?
- Wie gehen Sie vor, wenn Sie unter Stress arbeiten müssen?
- In welchem Bereich wollen Sie nach dem Studium arbeiten?
Ein Zeichen von guter Vorbereitung ist es auch, wichtige Unterlagen zum Vorstellungsgespräch mitzunehmen. Dazu zählen:
- eine Kopie der Bewerbung (falls ein Gesprächspartner sie vergessen haben sollte)
- die Stellenanzeige,
- Name, Kontaktdaten und Position der Gesprächspartner
- Stift, Block
- Arbeitsproben (falls gewünscht)
Sei pünktlich! Es ist besser eine halbe Stunde zu früh zu sein und die Zeit vor dem Eingang totzuschlagen, als zwei Minuten zu spät. Auch Ausreden wie „Ich stand im Stau“ helfen meist wenig, so etwas sollte man einplanen. Wer schon zum Bewerbungsgespräch unpünktlich ist, wird vermutlich auch in anderen Bereichen nicht zuverlässig sein – so zumindest die Überlegung vieler Personaler. Falls du es dann doch nicht pünktlich schaffen solltest, ruft unbedingt rechtzeitig an und gib Bescheid.
Gerade bei größeren Unternehmen findet das Gespräch meist mit zwei Personen statt, einem Mitarbeiter aus der Personalabteilung und einem aus dem Fachbereich. Ein Vorstellungsgespräch läuft in der Regel nach einem festen Muster ab.
- Begrüßung und Vorstellung
- Vorstellung des Arbeitgebers und der ausgeschriebenen Position
- Selbstdarstellung des Bewerbers
- Fragen an den Bewerber
- Fragen des Bewerbers
- Ende
Es ist nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht, dass der Bewerber am Ende des Gesprächs Fragen stellt – wenn es nicht gleich die Frage nach Urlaub und Gehalt ist. Damit bekundet der Bewerber sein Interesse an der Stelle, weil es zeigt, dass er sich im Vorfeld mit dem Unternehmen beschäftigt hat. Mögliche Fragen wären:
- Welche Ziele hat das Unternehmen/die Abteilung?
- Mit welchen/wie vielen Mitarbeitern werde ich arbeiten?
- Wie gestaltet sich die Einarbeitungsphase?
- An welchen Projekten werde ich mitarbeiten?
- Wie sieht mein Arbeitsplatz aus?
- Kann ich mir meine Stunden flexibel einteilen? (gerade für Werkstudenten, die Job und Uni vereinbaren müssen, eine berechtigte Frage)
Einen sehr interessanten und hilfreichen Text findest du auf Süddeutsche.de, in dem Carolin Lüdemann, Karriereberaterin und Mitglied des Deutschen Knigge-Rates, erklärt, was von der Begrüßung bis zum Abschied alles zu beachten ist. Ein weiterer Klicktipp ist der Ratgeber von Focus Money zum Thema Vorstellungsgespräch.

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